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Cabaret

Inszenierung                     Holger Hauer

Musikalische Leitung     Achim Schneider

Choreographie                Christopher Tölle

Ausstattung                      Sandra Fox

Saarbrücker Zeitung

Wiewohl sich Regisseur Holger Hauer ziemlich dicht an das hält, was wir an Filmbildern aus Bob Fosses Oscar-überhäuftem Werk mit Liza Minnelli im Kopf haben, wagt er eine recht eigenständige Version. Sie überzeugt mit Mut zu extremen Kontrasten zwischen Komik, Realismus und Albtraum und drastischer, bis zur Obszönität gesteigerter Erotik.

Trierer Volksfreund

...Ein Idyll in den Roaring Twenties, umrahmt von feschen Tanzmädels in frisch-frechen Posen.
Wer andere Arbeiten von Regisseur Holger Hauer gesehen hat, ahnt, dass das Bilderbuch eine Falle ist. Wer genau hinschaut, dem müsste auch der Conferencier auffallen, eine irritierende Figur, Mephisto mit Schwabbelbauch unterm Netzhemd - es ist keineswegs Behaglichkeit, was er verbreitet....Überhaupt sind Drama und Musik klug zusammengestellt. Hauer hat die bekannten Stücke aus dem Film "Cabaret" (die teilweise nicht zum Original-Musical gehören) integriert, aber er hat die Reihenfolge mehrfach verändert. "Mein lieber Herr" etwa wird zu einem bitteren, mit Piaf-Intensität vorgetragenen Abschiedslied von Sally Bowles.
Unterm Strich hat der Abend einen zügigen Lauf, mit viel Abwechslung zwischen den turbulent-lasziven Tanzszenen (Choreographie: Christopher Tölle) und den sorgfältig gearbeiteten Schauspiel-Passagen...Am Ende holt das Publikum den Jubel nach, der ihm zur Pause buchstäblich im Hals stecken geblieben war. Minutenlange Ovationen.

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